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Frühjahrsputz

Nachdem auf unserem Blog sowieso gerade zur Freude jedes echten Kapitalisten der große Ausverkauf stattfindet (siehe vorherigen Beitrag) habe ich die Gelegenheit beim Schopf gepackt und frei nach dem Motto “Alles muss raus” den großen EDV-Frühjahrputz eingeleitet.

Schritt 1: Die Kabel.

Wer braucht schon Wireless? Nachdem ich mich jahrelang mit einem (epischen) WRT54-GL im Client-Modus durchgeschwindelt habe, führt nun endlich billigstes Cat-6-Kabel bis in mein Zimmer. Ich hatte mit Cat-7 spekuliert, beschloss dann allerdings, dass sich das ganze nicht lohnen würde. Dazu noch ein Hinweis: Derjenige, der dafür sorgt, dass ich hier in meinem Kaff eine Bandbreite von >= 8MBit bekomme darf mir dabei zuschauen wie ich eine Stunde lang  vor dem nächstgelegenen Wählamt auf die Knie falle und zur Telekom bete.

Schritt 2: Der Server.

Fast 2 Jahre lang lief mein File/Allzweckserver nahtlos mit Ubuntu. Über die Jahre wurde er immer wieder mal umgebaut: Er wurde leiser, energiesparender, und Speicherplazt wuchs ständig (von anfänglichen 250GB auf inzwischen 2,5TB, davon aktuell ca. 400GB frei). Nun wurde es Zeit für einen weiteren Schritt in Richtung Nerdvana: Gigabit-Netzwerk nachrüsten und, endlich, der Umstieg auf Ubuntu Server. Ersteres lief wunder nach Plug&Play (im Gegensatz zum Windows-”Plug&Pray”), mit letzterem gab es kleinere Probleme, die allerdings inzwischen dank einem virtuellen Framebuffer (XVFB) auch der Vergangenheit angehören.

Schritt 3: Der Mac.

Zuerst hatte ich vor mein Macbook neu aufzusetzen, stattdessen entschloss ich mich jedoch dazu das Ganze einfach nur gründlich aufzuräumen. Zuerst wurde jedes noch so kleine Programm, das nicht mehr benötigt wurde, gelöscht. Dann bin ich mithilfe ein Paar Tools die Library durchgegangen und habe die PPC-Teile und unnötigen Sprachpakete meiner Programme entfernt. Am Schluss wurden noch einmal die kompletten Dateiberechtigungen neu geschrieben, der Boot-Cache erneuert und nicht mehr benötigte Dateien entfernt.

Nach all der Arbeit scheint sich das Ganze nun gelohnt zu haben: Der Server läuft ruhiger, leiser und flotter denn je, das Macbook hat 160GB frei und rennt (fast) als währe es neu aufgesetzt worden und Gigabit-Netzwerk ist (vor allem beim HD-Streaming vom Fileserver) gut für Nerven und Haupthaar.

Vielen Dank für deine Aufmerksamkeit, du darfst nun bitte hierhin gehen und fleißig bieten. Danke!

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