Frage #9
Wie kommen deine Feeds in deinen Kopf?
Passend zum aktuellen Thema rund um Feedler wollte ich mal die berühmte RSS-Frage stellen.David: In meinen Kopf kommen die Feeds normalerweise, wenn ich sie lese. Das passiert meistens von einem Computerbildschirm. Auf den kommen sie wiederum via Reeder for Mac. Das war aber nicht immer so. Als ich vor ca. 1,5 Jahren begann, RSS aktiv zu benutzen (ja, ich weiß, ich war ganz schön spät dran), habe ich irgendwelche eigenartigen Feedreader benutzt, deren Namen mir inzwischen nicht einmal mehr einfallen. Dann kam ‘Times’, und daran erinnere ich mich auch nur, weil es ein Reader mit dem einzigartigen Konzept ist, eine Zeitung zu imitieren. Als ich dann mein iPhone hatte, bin ich auf Google Reader umgestiegen. Diesen benutzte ich zuerst über das Webinterface, dann über Gruml (welches allerdings zu häufig abstürzte), dann über Reader Notifier (welches zwischendurch an der neuen Google Authentifizierung scheiterte und mir inzwischen zu anstrengend geworden ist) und dann über NetNewsWire (welches wunderbar funktioniert, jedoch nicht gerade hübsch ist). Zwischendurch habe ich sogar an einem eigenen Reader geschrieben. Die Google Reader Engine (in ObjC/Cocoa) liegt bei mir noch auf der Festplatte, ein fertiges Programm wurde nie daraus. Inzwischen bin ich bei der Beta von Reeder for Mac gelandet (die iPhone-Version verwende ich schon lange), und ich muss sagen: Endlich ein RSS Reader, der alles richtig macht. Die Oberfläche gleicht in vielen Bereichen sogar den Entwürfen zu meinem eigenen Reader. Da war wohl Gedankenübertragung im Spiel.
Marc: In meinen Kopf kommen die hoffentlich garnicht. Höchstens auf meinen Bildschirm… Dafür verwende ich Google Reader. Einerseits damit Google weiß was ich lese und andererseits damit ich meine Feeds immer schön an einer Stelle gesammelt hab. Bis vor kurzem hatte ich all meine Feeds in einem Google Account. Das führte dazu, dass ich bis zu 300 Beiträge “zu lesen” hatte. – Unproduktiv, unlustig, ungut. Da ich genug Google Accounts habe, hab ich meine Feeds jetzt geteilt. In einem Account habe Dinge, die ich wirklich lese und im anderen tumble-Blogs, die ich gerne durchschaue wenn ich die Zeit dazu habe. Auch wenn das etwas umständlich klingt funktioniert es extrem gut. Bis vor kurzem verwendete ich NetNewsWire für meinen “ernsthaften” Feed und “Gruml” für den Anderen. – Und ich war Glücklich. Jetzt verwende ich statt NetNewsWire Reeder und bin noch glücklicher. Reeder macht genau das was ich eigentlich immer von einem Feedreader erwartet habe. Mobil verwende ich NetNewsWire. – Einfach weil es gratis ist. Mich würde Reeder zwar sehr reizen, aber weil ich am iPod so gut wie nie Feeds lese wars mir die Investition nicht wert. Wenn ich aufs iPhone umsteige wirds aber wahrscheinlich Reeder werden.
Sebastian: Meinen Lieblings-RSS-Reader wechsle ich vermutlich viel zu häufig, nur ein Service ist immer geblieben: Google Reader. Einfach deswegen, weil ich mit dem IPhone und dem IPad zwei weitere Lesegeräte habe, die ich synchron halten will. Sehr lange habe ich Reader Notified verwendet, dann Reloaded, dann Google Reader, jetzt Reeder für Mac (Ausgenommen sind meine persönlichen Ausrutscher wie Vienna, Socialite, Gruml und NetNewsWire). Wobei ich noch ein paar Sätze zum Reeder-Hype verlieren will: Okay, er ist gut, aber nicht außergewöhnlich. Einige Funktionen sind gedankenlos, manche schlecht umgesetzt – und trotzdem verwende ich ihn gerne. Mir zeigt das einfach, dass trotz der extremen Sättigkeit des Reader-Marktes für Mac noch immer jede Menge Potential besteht. Am IPhone verwende ich inzwischen Google Reader Mobile, früher Feedler.
Stefan: RSS-Reader verwende ich keinen. Der Grund dafür sei dahingestellt. Teils aus Informatiosüberflutung die dadurch entsteht aber auch dadurch da ich noch nicht die Zeit gefunden habe einen RSS-Reader zu installieren. Jedoch bleibt mir der tägliche Blick auf etwaigige Seiten nicht erspart. Man muss ja schließlich auf dem laufenden bleiben, auch wenn mir die ein oder andere Information deswegen durch die Finger rutscht. Wenn, dann nicht ganz so relevante. Auf andere wird man sowieso durch etwaige social networks aufmerksam gemacht.